Das Ziel eines Software-definierten Nutzfahrzeugs besteht darin, die Funktionen zu erweitern, ohne die Komplexität zu erhöhen. Um dies zu erreichen, ist eine pragmatische architektonische Grundlage erforderlich, die es Fahrzeugherstellern ermöglicht, Software unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware zu entwickeln, zu integrieren und einzusetzen. Diese Transformation wird durch drei zentrale architektonische Faktoren vorangetrieben:
Funktionale Verteilung
Software-definierte Architekturen entscheiden anhand von Sicherheit, Leistung, Datenverfügbarkeit und Kosten, wo eine Funktion ausgeführt werden soll – lokal, zentral oder in der Cloud.
Skalierbare Rechenleistung
Eine skalierbare Rechenbasis ermöglicht es Fahrzeugherstellern, Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Bandbreite an das jeweilige Fahrzeugsegment anzupassen und so sicherzustellen, dass anspruchsvolle Funktionen nur dort unterstützt werden, wo benötigt.
Zonale Abstraktion
Nutzfahrzeugflotten weisen große Unterschiede hinsichtlich Radstand, Antriebsstrang und Karosserie auf. Zonale Steuergeräte bündeln diese physischen Schnittstellen lokal und schirmen so die zentrale Softwareplattform vor der physischen Komplexität ab.