KI im Auto

KI im Auto: Bosch präsentiert auf der CES 2026 in Las Vegas Innovationen fürs Cockpit

Die Automobilindustrie erlebt einen fundamentalen Wandel, bei dem Software und insbesondere künstliche Intelligenz (KI) zu einem zentralen Bestandteil des zukünftigen Fahrerlebnisses und der Innenraumerfahrung werden.

“Die neue ‚AI Extension Platform‘ ermöglicht es, bestehende Cockpit-Systeme schnell und einfach mit fortschrittlichen KI-Funktionen aufzurüsten. Damit machen wir das Fahrerlebnis für alle Insassen komfortabler, intuitiver und sicherer.”

Markus Heyn

Markus Heyn

Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender von Bosch Mobility

Bosch ist ein Pionier auf diesem Gebiet und geht jetzt einen entscheidenden Schritt weiter, um KI ins Fahrzeug zu bringen und das Cockpit zu einem intelligenten und proaktiven Begleiter zu machen. Auf einer der weltweit führenden Elektronikmessen, der CES® 2026 in Las Vegas, USA, wird Bosch im Januar seine neue „AI Extension Platform“ vorstellen. Hierbei handelt es sich um einen KI-fähigen Hochleistungs-Rechner zur Realisierung eines solchen KI-gesteuerten Cockpits.

„Das neue KI-gesteuerte Cockpit von Bosch ermöglicht es sowohl Fahrern als auch Autoherstellern, die Möglichkeiten moderner Automobilsoftware voll auszuschöpfen. So lassen sich dank ‚AI Extension Platform‘ künftig neue Funktionen viel schneller ins Fahrzeug implementieren“, sagt Markus Heyn. Bosch sieht einen signifikanten und wachsenden Markt für solche KI-Cockpits. Verschiedene Marktforschungsinstitute, darunter Grand View Research* und MarketsandMarkets*, prognostizieren, dass der Markt für KI-fähige, sogenannte In-Vehicle-Infotainment (IVI)-Lösungen bis 2030 ein Volumen von rund 17 Milliarden Euro erreichen wird. An diesem Markt möchte Bosch partizipieren. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz mit solchen IVI-Lösungen von über zwei Milliarden Euro bis zum Ende der Dekade und strebt damit eine führende Position unter den Top 3 an.

Fortschrittliche KI in heutige Fahrzeuge bringen

Mit der neuen „AI Extension Platform“ von Bosch lassen sich heutige Fahrzeuge ohne Änderungen an bestehender Hardware oder Altsystemarchitektur schnell und einfach nachrüsten. Im Kern der Plattform arbeitet der „NVIDIA DRIVE AGX Orin System-on-Chip“ (SoC). Er basiert auf der branchenüblichen „NVIDIA CUDA“-Plattform, die es Automobilherstellern ermöglicht, ihre eigenen KI-Modelle und -Agenten zu integrieren. Die kompakte Einheit bietet 150 bis 200 Tera Operations Per Second (TOPS) zusätzliche Rechenleistung. Sie wird über einfache Strom- und Ethernet-Schnittstellen angeschlossen und durch flexible aktive Luft- oder Flüssigkeitskühlungsoptionen unterstützt. Um die Entwicklung und Bereitstellung komplexer KI-Funktionen zu beschleunigen, nutzt Bosch auch die Software-Suiten von NVIDIA, einschließlich des „NVIDIA NeMo Frameworks“ zur Verwaltung des gesamten KI-Lebenszyklus. Dieser ermöglicht die nahtlose Integration fortschrittlicher In-Vehicle-Anwendungen wie etwa Echtzeit-Sensorverarbeitung, Vision-Language Models (VLMs) oder Kernfunktionen für logisches Denken und Sprachverarbeitung, unterstützt durch NVIDIA Nemotron Modelle. Diese Sprachmodelle liefern kontextuelles Verständnis, mehrstufige Schlussfolgerungen und natürliche, dialogorientierte Benutzerinteraktionen. Darüber hinaus entwickelt und verwaltet Bosch mithilfe von Microsoft Foundry die fahrzeuginterne KI und gewährleistet so ein skalierbares, stets aktuelles KI-Assistentenerlebnis im Cockpit.

Cockpit Integration Platform

Cockpit Integration Platform

Die Cockpit Integration Platform ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer modernen E/E-Architektur und zur Gestaltung eines Software-definierten Fahrzeugs. Die Konsolidierung der Fahrzeugfunktionen wird sich mit der Einführung von immer hochleistungsfähigeren Rechnern im Fahrzeug fortsetzen, deren Anzahl dann abnehmen wird. Den nächsten Schritt in Richtung zentralisierter E/E-Architekturen geht Bosch mit der Entwicklung domänenübergreifender Integrationsplattformen, die beispielsweise die Infotainmentdomäne mit der ADAS-Domäne bündeln könnten.

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